Flüchtlinge

Heute wird es mal Politisch. Ein Sachverhalt der mich schon länger beschäftigt ist das Flüchtlingsthema. Die Medien sind voll damit und es gibt jede Menge hitziger Diskussionen.

 

Eine Meinung dazu zu entwickeln, ist ein sehr komplexes Thema. So dachte ich noch bis vor kurzem, aber nachdem ich immer mehr darüber nachgedacht habe, kam mir der Gedanke, dass es weniger Komplex ist, als es scheint.Es ist eine Angelegenheit, die nicht allzu viele Grautöne bereit hält. Denn es geht um Menschen. Die Mehrheit kommt aus Bürgerkriegsgebieten und flieht vor Gewalt, Terror, Tot und Hunger. Selbst wenn es einige Wirtschaftsflüchtlinge sind, wer gibt uns das Recht (gerade uns Deutschen, eine der größten Wirtschaftsnationen desPlaneten) dies zu verurteilen. Wir streben alle nach sozialer/wirtschaftlicher Verbesserung. Man sollte nicht auf diese Menschen wütend sein, weil sie etwas an Ihrer Situation ändern wollen und sich deswegen entschließen aus ihrer Heimat zu fliehen. Denn wer möchte freiwillig seine Heimat verlassen, was oft auch den Verlust der Freunde oder Verwandten mit sich zieht, vielleicht geht es uns hier einfach zu gut um das mitzufühlen?! Angst ist verständlich, denn wir alle in Deutschland/ Europa erfassen die Tragweite des Geschehens. Aber sind die Ängste noch rational?! Es kann sich jeder hinterfragen, was er machen kann, damit Befürchtungen abgebaut werden, welche meist durch Unwissenheit geschürt werden.

Es gibt aber nicht nur Aggressoren, welche stumpf ihre Ängste gegen andere Menschen richten insbesondere andere Kulturen. Nicht unerwähnt lassen, darf man die Unmengen an Helfern und Freiwilligen, die sich unermüdlich um Asylsuchende kümmern. Es gibt in Deutschland eine große Tradition zu helfen. Aufgrund unserer Vergangenheit, wir sind „das Land der Sicherheit“ ,wir moralisieren und verbessern uns gegenseitig gerne, wir lieben Pädagogik und Handeln gerne Vernünftig. Das wird gelebt, öffentlich gesehen und registriert.
Wenn wir ärgerlich sein wollen, dann schon mal bitte nicht auf das schwächste Glied in der Kette, den Flüchtling. Was ist mit unserer Regierung?! Nun ist es genauso „hilfreich“ blindlings auf alles was nach Politik riecht einzuschlagen, es bringt nichts ,grundsätzlich mit dem was Frau Merkel sagt, zu hadern, sie hat schlichtweg recht. Deutschland hat die Ressourcen, es wirklich zu schaffen, die Frage ist nur wie werden diese Hilfsmittel genutzt und verteilt.
Fakt ist, es sind 2015 mehr als eine Million Flüchtlinge nach Deutschland eingereist. Es gibt teilweise chaotische Zustände bei den Unterbringungen von Flüchtlingen. Wie funktioniert die Koordination der Flüchtlingsfragen. Viel Öffentlichkeitsarbeit auf der offiziellen Seite der Bundesregierung und der Versuch Kompetenz auszustrahlen, aber erläutert wird nichts. Wie werden Asylanträge schneller bearbeitet, Flüchtlinge besser verteilt, wie läuft die Finanzierung?
Auch ist die Frage, wie weit die Wankelmütigkeit der Kanzlerin noch geht, im September wurden die Tore für Flüchtlinge geöffnet, seit dem werden aber auch viele politische Entscheidungen in eine ganz andere Richtung getroffen. Das Asylrecht wird verschärft, konsequentere Abschiebungen sollen möglich sein und wer als aussichtslos eingestuft wird, soll rasch abgeschoben werden.
Dennoch ist sehr viel Licht am Ende des Tunnels zusehen, denn eins ist ganz klar festzuhalten, es sind nicht alle Nazis, nur weil sie Angst haben oder nicht verstehen was da auf sie zukommt. Viele haben sich ihre Meinung auch noch gar nicht gebildet, sondern sind dabei und die vielen medialen Eindrücke können auch eher verwirren, als aufklärend wirken. Wir sollten alle Menschen in der Gesellschaft da abholen, wo sie stehen, sei es nun der Flüchtling der ein Recht auf Asyl hat oder ein Bundesbürger welcher sich fragend umguckt, vielleicht da er genauso hilflos im Zwischenraum herumirrt wie so manch ein Kriegsflüchtiger, denn Angst kennt jeder, sie ist etwas zutiefst menschliches. Aber sollten wir uns von ihr dominieren lassen. Wenn Bedrohungsgefühle uns dominieren und pathologisch werden, dann gibt es ein Behandlung die Furcht lassen in ein richtiges Licht setzen. Der Mensch braucht seine Angst, sie ist wichtig zum Überleben, um intuitiv richtig zu handeln, aber der Mensch hat auch immer die Möglichkeit Sorgen mit einem rationalem Blick in eine ausgleichende Bahn zu lenken. „Habe den Mut, dich deines Verstandes zu bedienen!“. Dieses Motto welches schon Kant während der Aufklärung prägte, ist mittlerweile ca. 250 Jahre alt, aber immer noch aktuell. Das wäre doch auch Ende Januar immer noch ein schöner Neujahrsvorsatz.

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