Stadt ohne Namen

 

Nun ist es wieder soweit, die TV-Serien Winterpause nähert sich langsam, aber sicher dem Ende entgegen und damit auch die Durststrecke im Serienland.

 

Denn was war ich nicht aufgeschmissen, als letztes Jahr verkündet wurde, dass die zweite Hälfte der 6. Staffel „The Walking Dead“ erst Mitte Februar 2016 weiter gehen soll. Was machen, ach Netflix gibt schon so einiges her. Das stimmt, aber all meine Lieblinge, wie Better Call Saul , House of Cards, Marco Polo etc. sind erst in den nächsten Monaten wieder im Einsatz und somit, dachte ich mir „ok, gibt es eine Pause, die tut mir sicherlich auch mal gut „! Aber da habe ich die Rechnung nicht mit Arte gemacht, denn dort lief letzten Donnerstag eine sechsteilige Serie an, die mich Thematisch sofort angesprochen hatte.
„Stadt ohne Namen“ ist eine Koproduktion mit Arte. Es wird ein fiktiver Blick auf eine hochkapitalistische Stadt geworfen, in der 80% Arbeitslose um ihr Überleben kämpfen und 20% Aktive, welche im vermeintlichen Wohlstand und Sicherheit leben, diesen gegenüberstehen. Beide Gruppen werden durch eine riesige Mauer getrennt. Die Serie heißt im Original: Trepalium und das macht gerade im Französischen durchaus Sinn. Denn das Wort Arbeit (franz. travail) wird von Trepalium einem aus drei Pfählen bestehenden Folterinstrument aus dem frühen Mittelalter abgeleitet. Damit ergibt sich die allumfassende Frage der Serie. Befreit Arbeit oder ist sie Folter? Welchen gesellschaftlichen Stellenwert hat Arbeit? Was macht den Wert des Menschen aus?

Diese zugegebenermaßen sehr zugespitzte Fragestellung ist zentrales Thema der ersten 3 bis jetzt gezeigten Folgen und sicherlich auch der nächsten.
Bis hierhin find ich es ein extrem spannendes Thema, mit dem sich bis jetzt meines Wissens noch keine Serie so intensiv auseinandergesetzt hat. Das macht die Serie auch so spannend. Sicherlich dramaturgisch noch nicht so intensiv und packend umgesetzt wie viele hochkarätige amerikanisch, englische Produktionen, aber der Ansatz passt und es wird ein zentrales Thema unserer Gesellschaft, ich bleibe gerne dran.

 

 

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