ECHO – 2016

ECHO – Verleihung – 2016

 

Ich gebe zu, dass ich mir die ganze Beweihräucherung der deutschen Musikszene nicht gegeben habe, da ich nunmal nicht nur Musik, sondern auch noch Fußball mag und besonders zwei Clubs, die auch ausgerechnet am Donnerstag gegeneinander angetreten sind. Ich kann aber nicht bestreiten, dass mir die Fußballübertragung ab 21.00 Uhr nicht willkommen war.

Denn, das was ich bis dahin geboten bekam war was ich erwarten durfte. Ich wurde keineswegs enttäuscht. Eigentlich sollte ich als Musikfan in Deutschland das Thema „Echo“ Verleihung gleich ganz links liegen lassen. Deutschland hat eine gute Musikszene und allerlei Vielfalt zu bieten, aber eben nicht bei den Echos. Denn da Feiern sich diejenigen die Umsatz machen. Vorweg, ich habe nichts gegen Umsatz und Geld scheffeln, so läuft das System und jeder möchte sein Stück oder seine Krümel vom Kuchen abhaben. Was ich aber nicht gutheiße ist das deutsche Schubladendenken. Schublade deswegen, da es keinen Musikpreis gibt, der die Vielfalt der Musikbranche wirklich repräsentiert. Die Bedeutung eines Echos mal hin oder her, er findet sehr große Beachtung. Nur werden jetzt die Schubladen wieder geöffnet, der Musik-Snob meckert über den Scheiß der da nominiert und geehrt wird und allen Konsumenten wird vorgegaukelt, das es nichts anderes in der deutschen Musikwelt gibt, außer was ihm da vorgesetzt wird, der Verbraucher wird kleingehalten. Wir haben ja den Echo! Das ist sogar nicht sarkastisch gemeint! Das ganze Jahr kann sich die Musikbranche beweihräuchern in dem die „großen“ die Kohle scheffeln, sei es drum. Allerdings wäre es doch auch möglich nicht nur die Superceller auszuzeichnen, der breiten Masse eine andere Seite zu zeigen. Jeder kann dabei nur gewinnen. Das Fernsehen, die Musikindustrie und der Zuschauer, der ordentlich bezahlt um sich einfallslose Langeweile anzusehen, denn an Schlichtheit ist der Echo kaum zu überbieten. Wir brauchen aber auch nicht noch mehr Sparten für die „INDIE-Bewegung“, wie einen Kritikerpreis, der den Beigeschmack eines Trostpreises oder einer Teilnehmerurkunde hat. Auch eine eigene Preisverleihung für das „anspruchsvolle“ Publikum, wäre ein Trugschluss und bringt nicht mehr Vielfalt, sondern in jeder Schublade für sich genommen „nur“ Einfalt, ist aber so herrlich aufgeräumt,ne. Was wir brauchen ist, eine Repräsentation der Musikbranche, wie es z.B. die Brit-Awards und auch die Grammys sind, auch da ist nicht alles Gold was glänzt, aber es ist zu mindestens ein breiteres Angebot.

Die Musikbranche bietet Vielfalt. Schon nächstes Jahr zum Jubiläum des Echo´s hat sie eine Chance „aufzuräumen“ die großen „Rivalen“: „Mainstream“ und „Indie“ miteinander zu „POP“ zu verbinden, etwas gegen Schubladendenken zu tun. Wenn dies Geschafft wird, kann sich der Echo den Integrationspreis verleihen. Viel Spass damit, der hätte wirklich Bedeutung.

Die Bedeutungslosigkeit tabellarisch ausgedrückt:

KÜNSTLERIN ROCK/POP NATIONAL
Sarah Connor – „Muttersprache“

KÜNSTLERIN ROCK/POP INTERNATIONAL
Adele – „25“

HIT DES JAHRES
Lost Frequences – „Are You With Me“

ROCK ALTERNATIVE NATIONAL
Frei.Wild – „Opposition“

SCHLAGER
Wolkenfrei – „Wachgeküsst“

BAND ROCK/POP NATIONAL
Pur – „Achtung“

BAND ROCK/POP INTERNATIONAL
Coldplay – „A Head Full Of Dreams“

NATIONALER ACT IM AUSLAND
Robin Schulz

DANCE NATIONAL
Robin Schulz – „Sugar“

DANCE INTERNATIONAL
Lost Frequencies – „Are You With Me“ u.a.

ROCK ALTERNATIVE INTERNATIONAL
Iron Maiden – „The Book Of Souls“

VOLKSTÜMLICHE MUSIK
Santiano – „Von Liebe, Tod und Freiheit“

CROSSOVER
Helene Fischer – „Weihnachten“

KÜNSTLER ROCK/POP NATIONAL
Andreas Bourani – „Hey“

KÜNSTLER ROCK/POP INTERNATIONAL
Ed Sheeran – „X“

NEWCOMER INTERNATIONAL
James Bay – „Chaos And The Calm“

MUSIK-DVD/BLU-RAY NATIONAL
Helene Fischer – „Farbenspiel Live“ / „Weihnachten“

LIVE-ACT NATIONAL
Helene Fischer – „Farbenspiel – Die Stadion-Tournee“

 NEWCOMER NATIONAL
Joris – „Hoffnungslos Hoffnungsvoll“

KRITIKERPREIS NATIONAL
Joris – „Hoffnungslos Hoffnungsvoll“

ALBUM DES JAHRES
Helene Fischer – „Weihnachten“

PRODUZENT NATIONAL
Alex Christensen

VIDEO NATIONAL
Udo Lindenberg und Kim Frank (Regie & Produktion) – „Durch die schweren Zeiten“

SOZIALES ENGAGEMENT
Roland Kaiser

RADIO-ECHO
Joris – „Herz über Kopf“

HIP-HOP/URBAN NATIONAL
Kollegah – „Zuhältertape Vol. 4“

HIP-HOP/URBAN INTERNATIONAL
Dr. Dre – „Compton“

LEBENSWERK
Puhdys

BEST INTERACTIVE ACT NATIONAL
Kollegah

PARTNER DES JAHRES
Aspekte (ZDF)

HANDELSPARTNER DES JAHRES
Spotify

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